Wer kennt sie nicht, die Schriftart Arial. Seit nunmehr 25 Jahren wird dieser Font bei jeder Windows-Version standardmäßig mitgeliefert und findet deshalb auch bei Trauerdrucksachen sehr häufig Anwendung. Sicherlich erfüllt diese Schrift das Hauptkriterium einer Drucksache, nämlich eine gute Lesbarkeit. Jedoch vermissen nicht nur professionelle Typografen darüber hinaus gehende Eigenschaften wie Eleganz und eine harmonische Linienführung.

Von daher möchte ich mit der ITC Eras eine Schrift vorstellen, die aus meiner Sicht einer Trauerdrucksache deutlich mehr Eleganz und Ausstrahlung verleihen kann, ohne dass die Lesbarkeit darunter leidet.

Genau wie die Arial verzichtet die ITC Eras auf jegliche Serifen und gehört somit der gleichen Familie (Sans Serif Schriften) an. Darüber hinaus überzeugt die ITC Eras aber durch ihren ungewöhnlichen, dezent kursiven Stil und gibt der Drucksache durch minimale Variationen in der Strichstärke einen ganz persönlichen Charakter.
Zudem gefallen vor allem die Kleinbuchstaben durch eine geschickte Kombination von großer Mittelhöhe, geringen Überlängen und normalen Unterlängen. Dadurch erscheint vor allem mehrzeiliger Text sehr linear und klar. Die außergewöhnlich breiten Kurven und scharfen Winkel der einzelnen Buchstaben bilden einen schönen Kontrast, der durch die engen Buchstabenabtände nochmals betont wird. Die gesetzten Zeilen wirken wie per Hand geschrieben. Vor allem in der Light-Version fällt die Eras ITC deutlich zarter als die meisten anderen Schriften aus. So kann im Digitaldruck ein zu kräftig erscheinendes Schriftbild sicher vermieden werden.

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Zu verdanken haben wir diese bemerkenswerte Schrift den Designern Albert Boton und Albert Hollenstein, aus Frankreich.

Dieser Font wurde in den Office-Versionen 97/2010 von Microsoft kostenlos mitgeliefert. Ansonsten kann die Schrift bei vielen Font-Anbietern heruntergeladen werden.